Ratgeber

Gute Gründe

Fünf Gründe, warum es sich lohnt, Mitglied bei der IG BCE zu sein.

Heiko Meyer

Rund 300 Kautschuk-Beschäftigte waren nach Kassel gereist, um der Verhandlungskommission den Rücken zu stärken.

1. Bildung

Welche Rechte haben Arbeitnehmer? Und welche Ursachen hatte eigentlich die Finanzkrise? Die IG BCE bietet allen Mitgliedern ein umfassendes Bildungsangebot – von der Arbeitswelt über Globalisierungsfragen bis zur Rhetorik. In der Broschüre „Abenteuer Bildung – Zentrale Seminare 2013“ ist das komplette Programm auf über 130 Seiten zusammengefasst.
Wichtig: Die meisten Veranstaltungen sind als Bildungsurlaub anerkannt.

Zusätzlich bietet die „Gesellschaft für Bildung, Wissen, Seminar der IG BCE“ (BWS) spezielle Angebote für Betriebsräte, Jugend- und Auszubildendenvertreter sowie Schwerbehindertenvertreter an. Auch in den Bezirken und Landesbezirken genießt die gewerkschaftliche (Weiter-)Bildung einen hohen Stellenwert. „Der größte Erfolg ist“, sagt Sabine Winterwerber, aus der Abteilung Bildung/Wissenschaft der IG BCE, „wenn es gelingt, mit unserer Bildungsarbeit dazu beizutragen, dass die Teilnehmer ihre Arbeits- und Lebenswelt in ihrem Sinne verändern können."

2. Tarifverträge und Streikunterstützung

In einer Welt ohne Gewerkschaften müssten die Beschäftigten ihren Lohn selbst aushandeln, sie wären der Gutmütigkeit und den Launen des Chefs ausgeliefert. Das gilt nicht allein für die Entgelte, sondern auch für die Arbeitsbedingungen. Starke Gewerkschaften sorgen dafür, dass Willkür und Nasenprämien der Vergangenheit angehören. Es gibt klare Regelungen, die in Tarifabkommen festgehalten sind. Allein in den Branchen der IG BCE gelten über 2500 Tarifverträge.

Höhere Einkommen, regelmäßige Entgelterhöhungen, kürzere Arbeitszeiten – Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, deren Arbeitsverhältnis durch einen Tarifvertrag geregelt ist, stehen besser da als Belegschaften in Betrieben ohne Tarifbindung. Auch beim Urlaub gibt es große Unterschiede: 30 Tage gelten nach Tarifvertrag, nur 24 laut Gesetz. Und da der Urlaub Geld kostet, ist es gut, wenn Arbeitnehmer ihre Reisekasse aufstocken können. Hier haben Beschäftigte mit Tarif wieder die Nase vorn. Fast 60 Prozent erhalten zusätzliches Urlaubsgeld. In nichttarifgebundenen Unternehmen erhalten dagegen lediglich 35 Prozent diese Leistung.

2012 haben die im DGB zusammengeschlossenen Gewerkschaften Tarifverträge für rund neun Millionen Arbeitnehmer abgeschlossen. Scheitern Tarifverhandlungen, kommt es zum Arbeitskampf. 1,2 Millionen Beschäftigte in Deutschland haben 2012 an mehr als 250 Streiks und Warnstreiks teilgenommen. IG-BCE-Mitglieder werden dann finanziell unterstützt. Die Höhe des Streikgelds richtet sich nach dem jeweiligen Mitgliedsbeitrag.

3. Rechtsschutz

Nach längerer Krankheit liegt plötzlich die Kündigung im Briefkasten. So erging es einem Mitglied der IG BCE. Der damals 40-Jährige hatte durch die schwere körperliche Belastung im Betrieb Probleme an der Schulter und musste sich operieren lassen. Er meldete seine Arbeitsunfähigkeit fristgerecht. Dennoch wurde ihm gekündigt. Der Fall musste juristisch geklärt werden. Der Kollege obsiegte vor den Arbeitsgerichten, ist weiter im Betrieb beschäftigt und mittlerweile auch gewähltes Betriebsratsmitglied.

Alle IG-BCE-Mitglieder sind bei Arbeits- und Sozialrechtsfällen durch den gewerkschaftlichen Rechtsschutz abgesichert. Bei Problemen im Betrieb ist der erste Schritt der zum Betriebsrat. Bei Schwierigkeiten mit dem Arbeitslosengeld oder der Rente ist der zuständige Bezirk der IG BCE der erste Ansprechpartner.

Vor allem bei einer Kündigung sollte schnell gehandelt werden. Es muss auf Fristen geachtet werden, „denn eins ist sicher: Wird innerhalb von drei Wochen keine Schutzklage eingereicht, kann oft nichts mehr unternommen werden“, weiß Sigrun Dietrich, Expertin für Arbeits- und Sozialrecht der IG BCE. Ist eine Klage nötig, stehen die Juristen der IG BCE und des DGB-Rechtsschutzes beratend zur Seite und vertreten die Gewerkschaftsmitglieder auch vor Gericht. „Wir machen uns stark für das Recht unserer Mitglieder“, sagt Sigrun Dietrich.

4. Bonusagentur

Die Bonusagentur der IG BCE bietet Mitgliedern seit dem 1. September 2012 viele Vorteile und lukrative Angebote. Im Bereich Vorsorge und Finanzen beispielsweise arbeitet die Bonusagentur mit elf Premiumpartnern zusammen, die 84 Produkte zur Risikovorsorge anbieten. Um das richtige Produkt zu finden, können sich Mitglieder an die Berater des Finanzdienstleisters „Opticon“ wenden. Außerdem gibt es Hilfe bei der Steuererklärung, sei es über einen Steuerberater oder die Lohnsteuerhilfe. Darüber hinaus können Mitglieder über die Bonusagentur Urlaub buchen oder Konzertkarten kaufen.

5. Freizeit-Unfallversicherung

Schnell morgens mit dem Fahrrad zum Bäcker, Schlagloch übersehen und das Bein ist gebrochen. Für alle, die seit einem Jahr Mitglied der IG BCE sind, greift in so einem Fall die Freizeit-Unfallversicherung. Ob der Unfall dabei vor der eigenen Haustür oder im Urlaub passiert, macht keinen Unterschied. Die Versicherung gilt auch im Ausland.

Bei einem unfallbedingten stationären Aufenthalt von mindestens 48 Stunden im Krankenhaus wird ein Krankenhausgeld in Höhe des 30-fachen monatlichen Beitrags (maximal 52 Euro pro Tag) gezahlt. Außerdem beinhaltet die Versicherung eine Invaliditätsleistung in Höhe des 500-fachen Monatsbeitrags als einmalige Kapitalleistung sowie eine Todesfallleistung.

Nach oben