EVONIK

IG BCE fordert Sicherheit für EVONIK-Beschäftigte

Mit der Mitteilung der Ausgliederung des Methacrylatgeschäfts und anderen Bereichen aus dem EVONIK Konzern ergeben sich für die betroffenen Standorte unter anderem in Worms, Darmstadt und Weiterstadt einige Fragezeichen. Die IG BCE erwartet von EVONIK Antworten, die für die Mitarbeiter Klarheit bringen.

Michael Winhardt

In Deutschland sind ca. 2700 Mitarbeiter von der Maßnahme betroffen, davon in Worms rund 1100.  Nach der ersten Gesprächsrunde zwischen Arbeitgebervertretern und Arbeitnehmervertretern inkl. der IG BCE zur geplanten Ausgliederung des Methacrylatgeschäfts bei EVONIK, haben sich in dieser Woche die Vertrauensleute der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und der Betriebsrat des Standorts Worms mit der Wormser Politik zum Austausch getroffen. Am Donnerstag, den 12.04. hat ein Treffen mit Jan Metzler (MdB, CDU) stattgefunden. Am Freitag, den 13.04. haben sich die Betriebsräte und IG BCE sowohl mit Jens Guth (MdL, SPD), als auch mit dem Wormser Oberbürgermeister Michael Kissel getroffen.

Im Zentrum der Gespräche mit den Wormser Vertretern für Bund, Land und Stadt standen die Möglichkeiten, die von Seiten der Politik geschaffen werden können, um den betroffenen Standorten eine bestmögliche Zukunftsperspektive zu schaffen. Oberbürgermeister Michael Kissel sagte in Bezug auf Worms: „Ich kenne den Standort schon seit Jahrzehnten, er ist wichtiger Beschäftigungs- und Innovationsmotor für unsere Stadt. Wir möchten dazu beitragen, dass das auch zukünftig so sein wird.“ Es sei selbstverständlich jetzt schnell, geschlossen und über die Parteigrenzen hinweg die Weichen im Sinne der Beschäftigten zu stellen, so Jan Metzler (CDU) und Jens Guth (SPD). Für den Betriebsrat und die IG BCE bleibt die Situation unverändert, die Gespräche mit der Arbeitgeberseite laufen weiter. Der Zeitplan ist ambitioniert. „In einem neuen Verbund selbstständig und schneller agieren zu können, das kann sicher eine Chance für die neue Einheit sein. Uns geht es hier in erster Linie um die Chancen für die Beschäftigten und diese leiten sich unter anderem aus der Bezahlung nach Tarifvertrag, Beschäftigungssicherung und einer gesicherten Altersvorsorge ab“, erklären Andreas Sträßner (BR-Vorsitzender) und Patrick Schall (IG BCE).    

Die Forderungen sehen unter anderem vor:

  • Die Gesellschaft, die jetzt neu gegründet wird, muss langfristig als Ganzes erhalten bleiben.
  • Die neuen Gesellschafter schließen Standortschließungen und -verlagerungen aus. Zukunftsfähigkeit verlangt außerdem Investitionen in den Standort.
  • Betriebsbedingte Kündigungen werden bis 2028 ausgeschlossen.
  • Die Ausbildung an den betroffenen Standorten wird mindestens auf dem derzeitigen Niveau fortgeführt.
  • ATZ- und GenerationenPakt-Regelungen für die Jahrgänge 55-58 und 59-63 werden fortgeführt.
  • Die Regelungen aus bestehenden Tarifverträgen mit der IG BCE und den derzeitigen betrieblichen Vergütungssystemen haben auch in Zukunft bestand.
  • Tarifbindung im Flächentarifvertrag und Mitgliedschaft im Arbeitgeberverband bleiben erhalten.
  • Bestehende Betriebsvereinbarungen bleiben gültig und werden nicht gekündigt.
  • Bestehende Altersvorsorgezusagen werden fortgeführt.
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